Vorherige Tests & Untersuchungen zur künstlichen Befruchtung (ICSI)

Die gesetzlichen Krankenkassen verlangen vor bestimmten Behandlungen, dass beide Partner einen HIV-Test machen lassen (ein HIV-Test weist das Aids-auslösende Virus HIV nach). Wenn kein Rötelnschutz besteht, ist für die Frau eine Impfung ratsam, da eine Infektion mit Röteln während der Schwangerschaft das Kind schädigen kann. Ähnliches gilt für Windpocken.

Darüber hinaus können weitere medizinische Tests und Untersuchungen sinnvoll sein:

  • Untersuchung auf Hepatitis (eine ansteckende Krankheit der Leber),
  • Test auf Toxoplasmose (eine Infektionskrankheit, die das Ungeborene schädigen kann),
  • Untersuchung auf Chlamydien (Infektionserreger),
  • Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Frau,
  • Stammbaumanalyse mit humangenetischer Beratung beider Partner oder eventuell eine Untersuchung erblicher Fruchtbarkeitsstörungen des Mannes, etwa vor einer ICSI.

Eine gute Vorbereitung für die ICSI (künstliche Befruchtung) ist ein Muss

Fruchtbarkeits-Behandlungen verlangen oft viel Geduld und Durchhaltevermögen. Häufig werfen sie für das Paar Fragen auf, die nicht immer leicht zu beantworten sind: Welche Therapie ist die richtige? Wie viel wollen wir uns zumuten? Was machen wir, wenn es nicht klappt?

Angesichts einer aufwendigen medizinischen Behandlung, die stark in die Intimsphäre eingreift, körperlich belastend ist und unter Umständen viel Geld kostet, stellen sich schnell auch Ängste und Zweifel ein, mit denen das Paar unter Umständen unterschiedlich umgeht.

Bedenken und Zweifel beider Partner sollte das Paar unbedingt ernst nehmen und möglichst vor Behandlungsbeginn klären. Die seelische Verfassung spielt beim Kinderwunsch und auch während einer Fruchtbarkeits-Behandlung eine wichtige Rolle. Es ist gut, wenn man als Paar umfassend informiert ist und gemeinsame Entscheidungen für oder gegen bestimmte Therapien treffen kann.