Welche Methoden für die Künstliche Schwangerschaft gibt es?

Die Gründe, die eine Schwangerschaft verhindern, sind vielfältig und betreffen Männer und Frauen gleichermaßen. Eine gründliche ärztliche Beratung und Untersuchung sind daher wichtiger Bestandteil vor jeder Kinderwunschbehandlung. Hat der Arzt die Ursachen für das bisherige Ausbleiben einer Schwangerschaft diagnostiziert, wählt er die passende Methode der künstlichen Befruchtung aus, welche die höchsten Erfolgsaussichten hat. Diese können etwa sein:

  • Insemination: Insemination bezeichnet die Übertragung von Samenzellen in die Gebärmutter der Frau mithilfe eines Katheters. Die Behandlung geht meist mit der hormonellen Stimulation der Eierstöcke durch Tabletten oder Spritzen einher. Der Eisprung wird zum entsprechenden Zeitpunkt gezielt ausgelöst, nach ca. zwei Tagen erfolgt die Samenübertragung.
  • In-vitro-Fertilisation (IVF): Die IVF ist die am häufigsten angewandte Methode der künstlichen Befruchtung. Dabei werden die Eizelle der Frau und die Samenzellen des Mannes in einem Reagenzglas zusammengebracht. Bei einer erfolgreichen Befruchtung setzt der Arzt die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter der Frau ein. Nach diesem Eingriff läuft die Schwangerschaft nun auf ganz natürlichem Weg weiter.
  • Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI): Bei der ICSI injiziert der Arzt eine Samenzelle mit Hilfe einer sehr feinen Nadel direkt in die Eizelle. Diese Methode wird in der Regel dann angewandt, wenn die Spermien zu unbeweglich sind.

Die durchschnittlichen Erfolgsraten von IVF und ICSI liegen für jeden Behandlungszyklus bei etwa 15 bis 20 Prozent. Da die individuellen Erfolgsaussichten jedoch sehr unterschiedlich sind, ist eine gründliche ärztliche Beratung und Diagnose wichtig.